Mit der Reform des Codice della Strada hat Italien seine Straßenverkehrsordnung umfassend verschärft. Die Änderungen sind vor allem für ausländische Autofahrer und Urlauber relevant. Wer mit dem Auto an den Gardasee fährt, sollte die neuen Vorschriften kennen, um hohe Bußgelder zu vermeiden.
Alkohol und Drogen am Steuer
Italien fährt eine harte Linie. Bereits ab 0,5 Promille drohen Bußgelder im vierstelligen Bereich sowie ein mehrmonatiger Führerscheinentzug; bei höheren Werten verdoppeln sich die Strafen, und Haftstrafen sind möglich. Für Wiederholungstäter kann der Einbau eines Alcolock-Systems vorgeschrieben werden, das den Motorstart bei Atemalkohol blockiert. Ein positiver Drogentest führt zum sofortigen Führerscheinentzug.
Handy am Steuer
Die Nutzung des Handys ohne Freisprecheinrichtung wird deutlich härter geahndet. Schon beim ersten Verstoß drohen empfindliche Bußgelder und ein kurzfristiger Führerscheinentzug; Wiederholungstäter zahlen mehr und riskieren längere Entzugszeiten. Italien setzt verstärkt auf Kamerasysteme, die Verstöße automatisch erfassen.
Was Urlauber beachten sollten
Die Strafen treffen auch ausländische Fahrer – über das Mietwagenunternehmen oder internationale Vollstreckung werden Bußgelder zunehmend grenzüberschreitend durchgesetzt. Wer entspannt am Gardasee ankommen will, fährt nüchtern, nutzt eine Freisprecheinrichtung und hält sich an die Tempolimits, die vielerorts per Section Control überwacht werden.
Stand: Juni 2026 – Die Reform des Codice della Strada ist seit Ende 2024 in Kraft. Bußgeldhöhen können angepasst werden; im Zweifel gelten die Angaben der italienischen Behörden.
