Digitale Vignette in Österreich: So funktioniert die Maut auf dem Weg an den Gardasee

Für die Fahrt über österreichische Autobahnen und Schnellstraßen ist eine Vignette Pflicht – auch für die kurze Transitstrecke Richtung Brenner und Gardasee. Neben der klassischen Klebevignette gibt es seit Jahren die digitale Vignette des Betreibers ASFINAG, die fest an das Kfz-Kennzeichen gebunden ist.

Vorteile der digitalen Vignette

  • Kein Kleben und Kratzen: Die Vignette ist an das Kennzeichen gekoppelt und muss nicht an die Windschutzscheibe geklebt werden.
  • Vorteil bei Wechselkennzeichen: Eine digitale Vignette kann für mehrere Fahrzeuge mit demselben Wechselkennzeichen gelten.
  • Kein Ärger beim Scheibentausch: Bei Steinschlag oder Scheibenbruch entfällt das Nachkaufen einer Ersatzvignette.
  • Rund um die Uhr erhältlich: Kauf jederzeit online über die ASFINAG-Website oder die App.

Wichtig: Vorlauf beim Online-Kauf einplanen

Privatkunden können die digital gekaufte Vignette wegen des gesetzlichen Rücktrittsrechts nicht sofort nutzen, sondern erst nach Ablauf einer kurzen Frist nach der Zahlung. Wer also spontan losfährt, sollte die Vignette rechtzeitig vor der Reise kaufen – oder unterwegs eine Klebevignette an einer Tankstelle besorgen. Geschäftskunden können auf Wunsch früher starten.

Kontrolle und Strafen

Die Einhaltung wird über automatische Kennzeichenerkennung an wechselnden Standorten kontrolliert. Wer ohne gültige Vignette erwischt wird, zahlt eine Ersatzmaut. Die Vignette gibt es als Jahres-, 2-Monats- und 10-Tages-Variante; für eine einmalige Gardasee-Reise genügt meist die kurze Laufzeit.

Stand: Juni 2026 – Vignettenpflicht und Tarife werden jährlich von der ASFINAG angepasst. Aktuelle Preise und Laufzeiten vor der Reise auf asfinag.at prüfen. Hinweis: Die Brennerautobahn A13 ist zusätzlich eine Streckenmaut (separate Gebühr).